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Im Südwesten der Toskana, entlang der Küste, befindet sich die Maremma. Längst geniessen die Weine dieser Region grösste Anerkennung. Als einer der Stars unter den Winzern der Maremma darf sich Simone Castelli bezeichnen. Er führt mit seiner Frau Mara das Weingut seines berühmten Vaters Maurizio mit grossem Erfolg weiter. Dieser verwirklichte seinen Traum von einem eigenen Landgut auf rund 30 Hektar Anbaufläche. Schon von weitem erblickt man das leuchtend rote Gebäude der Podere 414. Simone Castelli bewirtschaftet dort einen kleinen alten Weinberg mit insgesamt 11 Hektar Rebfläche, der neben Sangiovese lokale Sorten wie Alicante, Ciliegiolo, Colorino und Syrah trägt. Aus diesen Rebsorten entsteht sein wichtigster Wein, der Morellino di Scansano DOCG, der wie das Weingut die Katasternummer 414 trägt, das dieses bei der Landreform in den sechziger Jahren erhalten hatte. LESEN SIE UNTEN MEHR…


Simone

ist der Sohn von Maurizio Castelli, der als beratender Weinmacher im Chianti Classico die Qualitätsrevolution in den Achtzigern mitgestaltet hat. Für den Sohn war das Land zwischen Florenz und Siena oder das Gebiet von Montalcino Ende der Neunziger Jahre schon unerschwinglich geworden. Also hat er sich mit seiner griechischen Frau Mara in der Maremma nahe Grosseto umgeschaut, um seinen Traum eines eigenen Sangiovese-Weingutes dennoch zu verwirklichen. Seine Weinphilosophie ist seit Beginn die Gleiche geblieben: Weinbau mit dem Augenmerk auf gesunde Trauben, was im trocken-heissen Klima der Maremma mit wenig Spritzmitteleinsatz auch zu realisieren ist. Das Entscheidende in der Stilistik der Weine geschieht jedoch im Keller, und es ist keine Manipulation, im Gegenteil. Simones Geheimnis liegt im Verzicht der Stahltanks. Dieses Material beeinflusst die elektrostatische Aufladung der Weine in entscheidendem Maße, wie er findet. Deshalb setzt er zuerst auf Betontanks, die den Wein zudem wenig Temperaturschwankungen aussetzen, und im Ausbau auf Holzfässer aus französischer Eiche. Selbstverständlich erledigen natürliche Hefen aus dem Weinberg den Job des Vergärung. Das Ganze paart sich mit einem langen Feinhefelager, einer recht späten Schwefelung und einer behutsamen Abfüllung nach grober Filtration. Durch die Begleitung Simones wird die Kraft der südlichen Toskana gebündelt, und auch 14,5 Vol% wirken nie alkoholisch oder unharmonisch. Die Weine besitzen eine Vielfalt an Aromen. Die Sortenprofile von Morellino und etwas „Aleatico“ und Syrah sind fein verwoben mit der Spontangärung und dem Macchia mediterranes. Ein perfektes Zusammenspiel. Es würde gar keinen Sinn machen, all das in Einzelteile zerlegen zu wollen.