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“Break on through to the other side”: frei nach diesem song von Jim Morrison & The Doors kann man auch den Werdegang von Uwe Schiefer beschreiben. Vom Kellner und Sommelier in renommierten Wiener Restaurants – unter anderem dem Steirereck – entschloss er sich 1990 ganz der Leidenschaft Wein als Winzer hinzugeben. Nach dem Besuch der Weinakademie in Rust gründete er sein eigenes Weingut in Welgersdorf im Südburgenland, um dort die Art Weine zu machen, die es andeutungsweise in dieser Region schon gab, in seiner Vorstellung aber noch viel eigenständiger sein mussten. So eigenständig wie das Terroir, auf dem sie wachsen: dem kalkhaltigen Königsberg, dem “opalen” Tschaterberg und natürlich dem (nomen est omen) eisen- und schieferhaltigen Eisenberg.

Seine bewirtschaftete Rebfläche beträgt 22 hektar, wovon der größte teil mit Rotweinsorten bepflanzt ist: hauptsächlich Blaufränkisch und etwas Pinot Noir und Merlot. Seine weißen regionspezifischen Rebsorten sind Welschriesling, Grüner Veltliner und Weißburgunder. Das tonig-lehmige Terroir mit hohem Eisenanteil auf uralten Steillagen erlaubt es, sehr charaktervolle, fast kühl erscheinende rotweine zu erzeugen. Uwe Schiefer setzt auf puristischen, naturnahen Weinbau. Kräuter und Pflanzen zwischen den Rebreihen dürfen und sollen dort auch wachsen. Das pannonische Klima mit heißen Tagen und kühlen Nächten sowie die einzigartigen Böden geben seinen Weinen alles, was sie brauchen. Die Natur macht seine Weine, er schaut vor allem darauf, dass im richtigen Moment das Richtige passiert: Schneiden, Ausdünnen, Lesen – nicht mehr und nicht weniger.

Im Keller wird schonend umgesetzt, was die Natur liefert. Alle Weine vergären spontan und reifen in Fässern verschiedener Größe langsam auf der Hefe. Keine Technologie, gnadenlose Simplizität, ausgeprägte Mineralik – Weine mit praktizierter Herkunft: mutig, ungeschminkt und mit einer fast schon dogmatischen Puristik: Schiefer pur!