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Die Wachau ist wie kaum eine Weinbauregion stark von den Terrassenweingärten mit ihren uralten Trockenmauern geprägt. Diese machen nicht nur den optischen Reiz aus, für den die Wachau so berühmt ist; sie sind verantwortlich für den weltweit einzigartigen Charakter, den die Weine der Wachau eint. Die manuelle Bewirtschaftung der Terrassen ist außerordentlich aufwändig (etwa 5-facher Arbeitsaufwand verglichen mit befahrbaren Weingärten). Deshalb sind viele der alten Terrassen von der Aufgabe bedroht, was die Landschaft der Wachau mittelfristig verändern würde.
Peter Veyder-Malberg hate es sich zum Ziel gemacht, exponierte Terrassen mit vornehmlich altem Rebbestand zu erwerben und sie vor der Rodung zu bewahren. Obwohl dies nur in reiner Handarbeit – ohne Maschinen – zu schaffen ist, ist er überzeugt: die Weinqualitäten sind so einzigartig, charaktervoll und spektakulär, dass sich der Aufwand lohnt. Ein Großteil der Reben ist zwischen 30 und 70 Jahre alt. Trinkfluss und Lagerfähigkeit der Weine stehen bei allen Entscheidungen der Arbeit im Vordergrund. Der Verarbeitung gesunder Trauben ohne Botrytispilzbefall gilt oberste Priorität. So entstehen feine, hochelegante Weine mit filigraner Mineralik und viel Spannung.

Die Bewirtschaftung der Terrassen ist grossteils nur ohne Traktoren in Handarbeit möglich. Dies ist sehr aufwändig und arbeitsintensiv. Die derart erzeugten Trauben sind entsprechend wertvoll. Daher ergibt es nur Sinn, die höchst mögliche Qualität von Trauben anzustreben. Das bedeutet für Peter Veyder-Malberg auch, den Charakter des jeweiligen Terroirs zu bewahren. Er ist überzeugt, dass nur eine zeitgerechte, nicht zu späte Ernte der physiologisch reifen Trauben den einzigartigen Charakter von Sorte und Weingarten erhalten kann und in eleganten, süffigen, balancierten Weinen mündet. Zu spät geerntete Trauben können zwar eindrucksvolle Weine liefern, die Finesse und Klarheit von Terroir und Sorte leidet aber oft darunter. Seine Ernteentscheidungen sind nicht durch die Zuckergrade der Trauben bestimmt, sondern durch deren tatsächliche physiologische Reife und den pH-Wert des Mostes. Deshalb können die Alkoholgrade der Weine von Jahr zu Jahr stark schwanken. Der Fokus auf den pH-Wert erlaubt in der Folge auch eine Weinbereitung ohne Enzymen, Reinzuchthefen, Schönungen und sonstigen Interventionen, die die Herkunft des Weines verschleiern würden.