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Zeit und Handwerk sind die beiden Begriffe, die die Arbeit am meisten im Weingut Ziereisen prägen – und die wichtigsten Faktoren für die Qualität ihrer Weine. „Qualität entsteht im Weinberg“ ist zwar eine Binsenweisheit – allerdings eine, die Edeltraud und Hanspeter Ziereisen zu 100 % unterschreiben. Ihre Weine entstehen zu lassen, wie sie ihnen vorschweben – wiedererkennbar, charaktervoll, markant, dabei aber trotzdem mit viel Trinkvergnügen ausgestattet – braucht es keine Orgien bei der Kellerarbeit, sondern vor allem viel Gespür, Erfahrung und (Hand-) Arbeit im Umgang mit den Reben. Im Weinberg arbeiten wir naturnah und nachhaltig. Um die Individualität ihrer Weine zu unterstützen, vergären sie ausnahmslos spontan, verzichten auf kellertechnische Eingriffe, lassen ihnen die Reifezeit, die sie brauchen, und füllen den überwiegenden Teil ohne Filtration ab. LESEN SIE UNTEN MEHR…


Handarbeit

ist eine der Grundlagen des Handwerks – und der wichtigste Faktor ihrer Arbeit im Weinberg. Nur so bekommen sie die Verfassung ihres Bodens und ihrer Reben mit, und nur so können sie ihren unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden. Nahezu alle Arbeiten am Stock verrichten sie per Handarbeit – natürlich auch die Lese. Die Handarbeit setzt sich nach der Lese fort, wenn sie alle ihren roten Beeren und auch einen Teil der weißen auf einem Sortiertisch zum zweiten Mal selektieren. Denn nur gesunde, reife Beeren garantieren eine gelungene Spontanvergärung – wie die beiden sie pflegen – und liefern eine komplexe Aromatik. Die Weinberge des Weinguts liegen größtenteils im Efringer Ölberg. Zwei wichtige Kriterien zeichnen diese Lage aus: Die Böden sind aus Jurakalk – vergleichbar denen des Burgund – mit unterschiedlich dicken Lössauflagen und Eisenanteilen. Dieser Boden gibt den Weinen eine gewisse Kühle und Finesse. Zweiter Trumpf ist das von der Burgundischen Pforte geprägte Klima, denn Efringen-Kirchen befindet sich direkt gegenüber dem Einlasstor zwischen den Vogesen und dem Jura. Dadurch weht mediterrane Luft bis ins Oberrheintal und die Niederschlagswerte sind deutlich geringer als im übrigen Markgräfler Land. Bestockt sind ihre Weinberge hauptsächlich mit Spätburgunder und Gutedel, auf weiteren Flächen stehen Weiss- und Grauburgunder, Chardonnay, Muskat, Gewürztraminer oder Syrah. Landwein ist ihr aktuelles Verständnis von individueller Qualität. Nachdem sie wegen des „anderen“ Charakters ihrer Weine mehrfach mit den Anforderungen der AP-Prüfung kollidiert sind, haben sie sich 2006 entschieden, alle ihre Weine als Landweine zu vermarkten. Das lässt ihren Weinen den nötigen Spielraum, sich zu eigenständigen Weinpersönlichkeiten zu entwickeln und nicht im Keller zu normierten Tropfen glattgeschliffen zu werden.